Betsy Jolas

Betsy Jolas

Die französisch-amerikanische Komponistin Betsy Jolas wurde 1926 in Paris geboren. Sie begann ihre Ausbildung in den Vereinigten Staaten, bevor sie nach Frankreich zurückkehrte, um am Pariser Konservatorium bei Darius Milhaud, Simone Plé-Caussade und Olivier Messiaen zu studieren. Von 1971 bis 1974 vertrat sie Messiaen an dieser Institution, wo sie 1975 zur Professorin für Analyse und 1978 für Komposition ernannt wurde. Zudem lehrte sie an mehreren amerikanischen Universitäten, darunter Yale, Harvard und Berkeley.

Als Gewinnerin des Internationalen Dirigierwettbewerbs von Besançon im Jahr 1953 erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem von der Copley Foundation in Chicago (1954), der American Academy of Arts (1973) und der Koussevitzky Foundation (1974) – sowie den Grand Prix de la Ville de Paris (1981) und den Grand Prix der SACEM (1982).

Ihre Werke, die für eine große Vielfalt an Ensembles komponiert wurden, erlebten ihre Uraufführung unter anderem durch das Ensemble Domaine Musical sowie bei den Festivals in Tanglewood, Holland und Royan; heute werden sie weltweit von Künstlern wie Élisabeth Chojnacka, Kent Nagano, William Christie, Claude Helffer und Kim Kashkashian aufgeführt. Im Jahr 2016 brachten Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker das Werk *A Little Summer Suite* zur Uraufführung. 2019 folgte die Weltpremiere von *Letters from Bachville* durch das Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Andris Nelsons. In der Saison 2022/2023 fanden die Uraufführungen von *The Latest* durch das Orchestre de Paris unter der Leitung von Klaus Mäkelä sowie von *Ces belles années…* durch das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Simon Rattle statt.

Ihre preisgekrönte Diskografie ist auf den Labels EMI, Adès, Erato, Barclay und CRI erhältlich.