Marta Kowalczuk

Marta Kowalczuk

Marta Kowalczuk (1998) ist Komponistin und Barockgeigerin. Ihre Musik bewegt sich in vielschichtigen Texturen und wandelnden Zuständen. Oft sind ihre Werke geprägt von fragmentarischen Strukturen, theatralischen Gesten und klanglicher Durchlässigkeit. Ihr Schaffen umfasst Oper und Musiktheater, Instrumental-, Vokal- und Chormusik sowie Filmmusik. Sie studierte Komposition bei Michael Obst in Weimar, Gordon Kampe in Hamburg und Grażyna Pstrokońska-Nawratil in Wrocław sowie Barockvioline bei Zbigniew Pilch in Wrocław. Derzeit lebt sie in Hamburg und arbeitet freischaffend als Komponistin und Barockgeigerin.

Ihre Werke wurden u. a. von der MDR-Sinfonieorchester, der Staatskapelle Weimar, dem Göttinger Symphonieorchester, Ensemble Resonanz, Kammerensemble Neue Musik Berlin,
Ensemble via nova, Das Neue Ensemble, Ensemble Garage, Philharmonisches Orchester Kiel, Hamburger Ratsmusik und I SOLISTI Antwerp aufgeführt – unter der Leitung von Dirigent*innen
wie Kent Nagano, Holly Hyun Choe, Dennis Russell Davies und Frank Strobel. Aufführungen fanden in renommierten Sälen wie der Elbphilharmonie Hamburg und dem Gewandhaus Leipzig
sowie auf Festivals in Deutschland, Südkorea, den USA und verschiedenen europäischen Ländern statt. Zu ihren jüngsten Auszeichnungen und Projekten zählen ein Orchesterauftrag derPhilharmonie Kiel im Rahmen des Wettbewerbs Hafenstädte – Tore zur Welt (2025), der ad libitum-Kompositionspreis der Winfried Böhler Stiftung (2024/25), ein Auftrag für ein
performatives Projekt im Rahmen des Kompositionswettbewerbs der Schlosskonzerte Oranienburg (2025) sowie eine dreimonatige Residenz bei Zvjezdane Staze in Bosnien und
Herzegowina (2024). 2023 war sie Stipendiatin der Fleetstreet Residency Hamburg und erhielt eine Honorable Mentions beim Flute New Music Consortium Wettbewerb (USA). Weitere
Auszeichnungen waren eine sechsmonatige Residenz am Künstlerhof Schreyahn (2022/23) und der Deutsche Filmmusikpreis in der Nachwuchskategorie (2022). Zu den früheren
Auszeichnungen zählen Honorable Mentions des Ensemble Ibis Wettbewerbs (Miami, 2021), Auswahlen für das Miniatura Projekt (University of Wisconsin Green Bay, 2021), Kaleidoscope
call for scores (Los Angeles, 2021) und die Teilnahme am MDR-Klassik-Projekt Mikrokompositionen (2020).
Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit engagiert sich Marta auch im Bereich der musikalischen Vermittlung durch Lehre, Workshops und Diskussionsformate. Sie ist Gründungsmitglied der
Arbeitsgruppe „Generation Zukunft“ im Deutschen Komponist:innenverband (DKV) und in 2025 wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden des DKV-Fördervereins gewählt.