Kerstin Lücker

Kerstin Lücker

Kerstin Lücker hat über die Musiktheorie von Leoš Janáček promoviert, einem bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts, der neben der von Schönberg erfundenen Methode des Komponierens mit zwölf Tönen alternative Wege fand, tonale Harmonien fortzuschreiben. Seither hat sie fortlaufend über Janáček geschrieben (redaktionell verantwortlich für die überarbeitete Fassung von Band 7 der Musikkonzepte von Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn, für die Bayrische Staatsoper, für das Musikfest Berlin u.a.), außerdem das Libretto zur Oper „Die Sache Makropulos“ für den Verlag Editio Bärenreiter Praha neu übersetzt. Als Interpretin war sie in verschiedenen Ensembles an Konzerten, Uraufführungen und Rundfunkaufnahmen der Stücke von Mathias Spahlinger, Jakob Ullmann, John Cage u.a. beteiligt. Außerdem hat sie die Einstudierung, Konzerte und die
Rundfunkproduktion (zusammen mit Mitgliedern des Ensemble Modern, Frankfurt) von Jakob Ullmanns „Voice, books and FIRE 1,2“ geleitet, später die WDR-Produktion einer Neufassung des Stücks mitverantwortet.
Zwischen 2009 und 2012 war sie an der Konzeption des Studiengangs Raumstrategien der Kunsthochschule Berlin Weißensee beteiligt und hat im Studiengang Seminare unterrichtet. Als Klangregisseurin arbeitet sie derzeit u.a. mit der Künstlerin Alice Baillaud zusammen.
Zusammen mit der Historikerin Ute Daenschel schrieb sie die Weltgeschichte für junge Leserinnen (Kein & Aber, 2017, als A History of the World with the Women Put Back In, London 2019). Sie lebt als freiberufliche Autorin, Redakteurin, Übersetzerin und Klangregisseurin in Berlin.
https://kerstin-luecker.de