Intersonanzen

4–7 June 2026

Brandenburgisches Fest der Neuen Musik 2026

intersonanzen 2026
Different Traces

Neue Musik schafft neue Räume: Die Energien zwischen den verschiedenen Aussagen, Stilen, Formaten und Klängen der Neuen Musik freizusetzen, ist das Ziel des diesjährigen Festivals intersonanzen. Unter dem Titel different traces veranstaltet der Brandenburgische Verein für Neue Musik ein spannendes, weltoffenes Musikfest mit vielfältigen Veranstaltungen und Performances.

Renommierte Musiker:innen und Ensembles bringen unter der Schirmherrinnenschaft von Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, die Klänge der Brandenburger Komponist:innenszene und der internationalen aktuellen Neuen Musik zum Leuchten. Zu erleben sind unterschiedlichste Formate: Konzerte – mit über 20 Uraufführungen – Klanginstallationen, Performances und Soundwalks

different traces, unter der Künstlerischen Leitung des Komponisten Henry Mex, symbolisiert die Einzigartigkeit individueller musikalischer Ausdrucksformen, die in jedem Werk und in jeder Darbietung zum Vorschein kommen. Dieses Motto lädt dazu ein, die unterschiedlichen Spuren und Perspektiven der Neuen Musik zu erkunden.

Highlights sind u.a. Hezarfen aus Istanbul, eines der führenden türkischen Ensembles, die Ensembles Aventure, UnitedBerlin, Quillo sowie die Performancekünstlerinnen Maren Strack und Kerstin Lücker mit Bandoneon-Klangkleidern. Zudem, zum ersten Mal als Duo: die international ausgezeichnete Sopranistin Pia Davila aus Potsdam und die herausragende slowenische Musikerin Neža Torkar am Akkordeon, dem Instrument des Jahres. Präsentiert werden das DUO F:LAUT:E (Marianna Schürmann und Laurenz Karsten), das Duo Tocar mit Susanne Zapf und Nadeshda Tseluykina (Violine + Klavier), der Kontrabassist Matthias Bauer und Hanna Hartman an Klangobjekten sowie die Composer-Performer Sabine Vogel, Katia Guedes, Alex Nowitz, Dietrich Petzold und Gebhard Ullmann. Der Pianist Jared Redmond spielt unter anderem Morton Feldman und Betsy Jolas, deren 100. Geburtstage gefeiert werden.

Auch mit ihrer 26. Ausgabe sind die intersonanzen ein Festival der Begegnungen. Dazu gehören Dialoge mit Bildender Kunst im museum FLUXUS+ sowie ein großer Tag der Musikschulen im Waschhaus Potsdam, bei dem junge Musiker:innen zwischen 8 und 25 Jahren aus Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Strausberg ihren Zugang zur Neuen Musik zeigen werden. Mit den Partnerfestivals Guten Morgen Eberswalde und Cottbuser Musikherbst finden Begegnungen auch zwischen verschiedenen brandenburgischen Städten statt.

Neue Musik schafft neue Räume: Die Energien zwischen den verschiedenen Aussagen, Stilen, Formaten und Klängen der Neuen Musik freizusetzen, ist das Ziel des diesjährigen Festivals intersonanzen. Unter dem Titel different traces veranstaltet der Brandenburgische Verein für Neue Musik ein spannendes, weltoffenes Musikfest mit vielfältigen Veranstaltungen und Performances.

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Renommierte Musiker:innen und Ensembles bringen unter der Schirmherrinnenschaft von Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, die Klänge der Brandenburger Komponist:innenszene und der internationalen aktuellen Neuen Musik zum Leuchten. Zu erleben sind unterschiedlichste Formate: Konzerte – mit über 20 Uraufführungen – Klanginstallationen, Performances und Soundwalks

different traces, unter der Künstlerischen Leitung des Komponisten Henry Mex, symbolisiert die Einzigartigkeit individueller musikalischer Ausdrucksformen, die in jedem Werk und in jeder Darbietung zum Vorschein kommen. Dieses Motto lädt dazu ein, die unterschiedlichen Spuren und Perspektiven der Neuen Musik zu erkunden.

Highlights sind u.a. Hezarfen aus Istanbul, eines der führenden türkischen Ensembles, die Ensembles Aventure, UnitedBerlin, Quillo sowie die Performancekünstlerinnen Maren Strack und Kerstin Lücker mit Bandoneon-Klangkleidern. Zudem, zum ersten Mal als Duo: die international ausgezeichnete Sopranistin Pia Davila aus Potsdam und die herausragende slowenische Musikerin Neža Torkar am Akkordeon, dem Instrument des Jahres. Präsentiert werden das DUO F:LAUT:E (Marianna Schürmann und Laurenz Karsten), das Duo Tocar mit Susanne Zapf und Nadeshda Tseluykina (Violine + Klavier), der Kontrabassist Matthias Bauer und Hanna Hartman an Klangobjekten sowie die Composer-Performer Sabine Vogel, Katia Guedes, Alex Nowitz, Dietrich Petzold und Gebhard Ullmann. Der Pianist Jared Redmond spielt unter anderem Morton Feldman und Betsy Jolas, deren 100. Geburtstage gefeiert werden.

Auch mit ihrer 26. Ausgabe sind die intersonanzen ein Festival der Begegnungen. Dazu gehören Dialoge mit Bildender Kunst im museum FLUXUS+ sowie ein großer Tag der Musikschulen im Waschhaus Potsdam, bei dem junge Musiker:innen zwischen 8 und 25 Jahren aus Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Strausberg ihren Zugang zur Neuen Musik zeigen werden. Mit den Partnerfestivals Guten Morgen Eberswalde und Cottbuser Musikherbst finden Begegnungen auch zwischen verschiedenen brandenburgischen Städten statt.

Opening Credits

ManjaSchüle©KarolineWolf

Dr. Manja Schüle

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Liebe Freundinnen und Freunde der Neuen Musik,
liebes Festival-Publikum!

Das Festival für Neue Musik „Intersonanzen“ ist so alt wie dieses Jahrtausend: Zum 26. Mal sind Musikfans mit offenen Ohren für Neues zu einer Reise in ungehörte und überraschende Klangwelten eingeladen. Es ist ein Festival für Neugierige

Und die bekommen in diesem Jahr wieder Hörerlebnisse von höchster Qualität geboten, inklusive der Chance, hierzulande wenig verbreiteten türkischen Instrumenten zu lauschen wie der gestrichenen Langhalslaute Yaylı Tambur, der nachgesagt wird, nur sie habe diesen unverwechselbaren atmenden Klang. Oder der kleinen dreisaitigen Fidel Kemençe, deren Spiel in höchster Präzision gleich bei der Eröffnung mit dem Ensemble Hezarfen aus Istanbul zu erleben sein wird Es wird international, aber auch regional brandenburgisch an den vier „Intersonanzen“- Tagen. In diesem Jahr will sich das Festival auf Spurensuche begeben und „different traces“ – so das diesjährige Motto – erforschen. Dafür zeigen die unterschiedlichsten Konzertformate, welche Vielfalt in der Neuen Musik steckt, mit Performances und Klanginstallationen, dem Auftritt von Ensembles in ungewöhnlichen Zusammensetzungen und an verschiedenen Orten. Das Festival macht einen Abstecher nach Eberswalde, lädt ein zum Soundwalk durch Potsdam, bietet Musikschulen eine Bühne.

Ein „spartenübergreifendes Labor“ will das Festival sein – aber ein Labor, das sich nicht im Elfenbeinturm einschließt, sondern dessen Türen sich weit öffnen. In seiner Art und Vielseitigkeit ist es einmalig in Brandenburg, und beweist Jahr um Jahr, dass musikalische Exzellenz sich nicht nur in den klassischen Konzertsälen entfaltet.
Herzlich,

Ihre Dr. Manja Schüle
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Dr. Manja Schüle
ManjaSchüle©KarolineWolf

Dr. Manja Schüle

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Liebe Freundinnen und Freunde der Neuen Musik,
liebes Festival-Publikum!

Das Festival für Neue Musik „Intersonanzen“ ist so alt wie dieses Jahrtausend: Zum 26. Mal sind Musikfans mit offenen Ohren für Neues zu einer Reise in ungehörte und überraschende Klangwelten eingeladen. Es ist ein Festival für Neugierige

Und die bekommen in diesem Jahr wieder Hörerlebnisse von höchster Qualität geboten, inklusive der Chance, hierzulande wenig verbreiteten türkischen Instrumenten zu lauschen wie der gestrichenen Langhalslaute Yaylı Tambur, der nachgesagt wird, nur sie habe diesen unverwechselbaren atmenden Klang. Oder der kleinen dreisaitigen Fidel Kemençe, deren Spiel in höchster Präzision gleich bei der Eröffnung mit dem Ensemble Hezarfen aus Istanbul zu erleben sein wird Es wird international, aber auch regional brandenburgisch an den vier „Intersonanzen“- Tagen. In diesem Jahr will sich das Festival auf Spurensuche begeben und „different traces“ – so das diesjährige Motto – erforschen. Dafür zeigen die unterschiedlichsten Konzertformate, welche Vielfalt in der Neuen Musik steckt, mit Performances und Klanginstallationen, dem Auftritt von Ensembles in ungewöhnlichen Zusammensetzungen und an verschiedenen Orten. Das Festival macht einen Abstecher nach Eberswalde, lädt ein zum Soundwalk durch Potsdam, bietet Musikschulen eine Bühne.

Ein „spartenübergreifendes Labor“ will das Festival sein – aber ein Labor, das sich nicht im Elfenbeinturm einschließt, sondern dessen Türen sich weit öffnen. In seiner Art und Vielseitigkeit ist es einmalig in Brandenburg, und beweist Jahr um Jahr, dass musikalische Exzellenz sich nicht nur in den klassischen Konzertsälen entfaltet.
Herzlich,

Ihre Dr. Manja Schüle
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Noosha Aubel
Noosha Aubel_Foto: Karoline Wolf

Noosha Aubel

Oberbürgermeisterin der Stadt Potsdam

Liebe Potsdamerinnen und Potsdamer, liebe Gäste der Stadt,

Divers, weltoffen und vielfältig – mit dieser vielversprechenden und schönen Botschaft präsentiert sich das Brandenburgische Fest der Neuen Musik – Intersonanzen mit vielen herausragenden brandenburgischen und internationalen Gästen in der kommenden Festivalsaison.

Unter dem diesjährigen Motto „Different Traces“ lädt uns das Festival dazu ein, Vielfalt nicht nur zu hören, sondern zu verstehen, bewusst wahrzunehmen und dabei immer den Anspruch zu haben, bei sich zu sein und dennoch das zu sagen, was alle angeht. Gerade in der heutigen Zeit, wo gesellschaftlicher Zusammenhalt von großer Bedeutung ist, erinnert uns dieses Motto daran, wie bereichernd und wertvoll Vielfalt ist.
Liebes Publikum, vom 4. bis 7. Juni erwarten uns vier Tage voller Innovation, Inspiration und intensiver musikalischer Begegnungen. Mit aktuellen Werken und Uraufführungen in unterschiedlichsten Formaten, darunter Konzerte, Klanginstallationen, Performances sowie Soundwalks und Diskurse, werden uns auch in diesem Jahr wieder neu Hör- und Wahrnehmungsräume eröffnet.
Besonders gespannt sein dürfen Sie auf das große Konzert der Musikschulen aus Potsdam, Straußberg und dem Inklusionsensemble der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark, das Sie am 7. Juni in der Waschhaus Arena erleben können, die das erste Mal ein Veranstaltungsort des Festivals sein wird. Die Verschiedenheit, der persönliche Ausdruck und die Individualität der Jugendlichen werden diesen Nachmittag in der Schiffbauergasse zum einmaligen Erlebnis werden lassen.
Auch im Palais Lichtenau und im MuseumFLUXUS+ werden Ihnen wieder außergewöhnliche Klangerlebnisse sowie interessante Begegnungen von Neuer Musik und Bildender Kunst geboten. Und mit der Soundwalk Hör-Expedition können Sie unsere Landeshauptstadt auf neue und ungewöhnlich klangvolle Weise wahrnehmen.
Potsdam ist stolz, Gastgeberin eines Festivals zu sein, das Offenheit, Vielfalt und Kreativität verkörpert. Kulturelle Vielfalt und internationaler Geist sind Werte, die unsere Stadt seit jeher ausmachen und im Programm des Intersonanzen-Festivals deutlich spürbar sind.
Ich hoffe, ich habe Ihre Neugier geweckt, Teil dieses einzigartigen Klangkunstfestes zu sein und wünsche allen viel Freude beim Besuch der vielfältigen Formate des Brandenburgischen Festes für Neue Musik.

Ihre
Noosha Aubel
Oberbürgermeisterin der Stadt Potsdam

Dr. Ulrike Liedtke
Ulrike_Liedtke_Foto_Landtag Brandenburg_Stefan Gloede

Dr. Ulrike Liedtke

Präsidentin des Landtages Brandenburg Vizepräsidentin des Deutschen Musikrates

Liebe Musikerinnen und Musiker, liebe Freunde der Neuen Musik!

different traces – verschieden sind die Spuren, Klangspuren. Wo kommen wir her,
welchen Spuren folgen wir oder nicht, was bleibt? Hörbar, erlebbar, erinnerbar. Orientierungen, Richtungen, Schüler von Vorbildern oder allein losgegangen.
Festivals leben auch vom Vergleichen, vom Werten eigener Erfahrung mit Musik.
Jedes Programm ist einzigartig in Konzerten, Klanginstallationen, Performances und Soundwalks. Wie die Instrumente und die Künstler selbst. Vielfalt aus Individuellem mit Stimme, Kontrabass, Flöte, Klavier, im Ensemble und mit dem Akkordeon als Instrument des Jahres.
Spuren in viele Richtungen sind möglich, individuell eingedrückt im märkischen Sandboden, in den Ohren, in der Musikgeschichte. Für 4 Tage Zusammenhalt in Vielfalt, musikalische Umsetzung des UNESCO-Welttages der kulturellen Vielfalt, der gerade am 21. Mai stattfand. Neues in Uraufführungen ist garantiert, vielleicht mit experimentellen Schritten oder Sprüngen, vielleicht mit bleibenden Spuren, das weiß man vorher nicht
Zum 26. Mal findet das Festival intersonanzen in Potsdam statt. Die Aufführungsorte inspirieren: museum FLUXUS, Waschhaus, Palais Lichtenau und zu Gast im Stadtmuseum Eberswalde. Das Festival unter der künstlerischen Leitung von Henry Mex wird überall Spuren hinterlassen, Zeichen setzen, nachhaltig. Rein musikalisch oder mit Botschaften. Das wird ganz verschieden sein. Darin liegt der Reiz.
Allen Mitwirkenden ein kräftiges toi, toi, toi!
Ihre

Prof. Dr. Ulrike Liedtke
Präsidentin des Landtages Brandenburg
Vizepräsidentin des Deutschen Musikrates

Dr. Jana Buschmann

Dr. Jana Buschmann

Präsidentin des Landesmusikrates Brandenburg

"Musik lebt von Vielfalt. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen, individuelle Ausdrucksformen Raum finden und neue Generationen ihre eigenen künstlerischen Stimmen entwickeln können.
Das Festival Intersonanzen greift diesen Gedanken mit seinem diesjährigen Motto „Different Traces“ in besonderer Weise auf. Vom 4. bis 7. Juni 2026 eröffnet das Festival mit Konzerten, Klanginstallationen, Performances und rund 20 Uraufführungen Räume für neue künstlerische Perspektiven und setzt ein starkes Zeichen für Diversität, Individualität und Offenheit. Internationale Ensembles wie das Hezarfen Ensemble, Beiträge brandenburgischer Komponistinnen und Komponisten sowie spartenübergreifende Formate machen die künstlerische Breite des Programms eindrucksvoll sichtbar.
Besonders begrüßen wir, dass das Festival 2026 einen Schwerpunkt auf den musikalischen Nachwuchs setzt. Mit Beiträgen von Musikschulen aus Potsdam, Strausberg und Potsdam-Mittelmark, dem Jugendsinfonieorchester sowie dem Inklusionsensemble der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark wird jungen Musikerinnen und Musikern eine herausgehobene Plattform geboten. Gerade diese Verbindung von Nachwuchsförderung, Teilhabe und künstlerischem Anspruch macht die besondere Stärke dieses Festivals aus.
Als Landesmusikrat Brandenburg begrüßen wir es sehr, dass Intersonanzen musikalische Vielfalt nicht nur thematisch verhandelt, sondern im Programm konkret erlebbar macht. Wo Individualität gefördert, junge Stimmen gestärkt und unterschiedliche künstlerische Spuren zusammengeführt werden, entsteht ein lebendiger Raum für Zukunft.
Wir wünschen dem Festival inspirierende Begegnungen, ein neugieriges Publikum und allen Mitwirkenden bereichernde musikalische Erfahrungen."
Viele Grüße

Dr. Jana Buschmann, Präsidentin des Landesmusikrates Brandenburg

Henry Mex
Foto: Mandy Büttner

Henry Mex

Künstlerischer Leiter

intersonanzen – Different Traces
Was wäre wenn? Stellen Sie sich nicht auch manchmal die Frage, wie sähe Ihre Gegenwart aus, hätten Sie sich an diesen oder jenem Punkt im Leben anders entschieden? Für einen anderen Beruf, einen anderen Lebensort. Oder welchen Lauf nimmt die Geschichte durch das zufällige Aufeinandertreffen von Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort, oder deren Nichtaufeinandertreffen? Hinterlassen die mäandernden Möglichkeiten dieser Wenn-Dann-Begebenheiten irgendwo eine Spur? In einer Parallelwelt, einer geistigen oder sogar realen?
Es gibt den sehr interessanten Umkehrschluss in der Wissenschaft, dass nur die Existenz von Paralleluniversen (Multiversen) das perfekte Gleichgewicht der Naturgesetze, also unsere Realität, möglich machen konnte. Nur in einer endlosen Reihe von tatsächlich existierenden Universen konnte sich durch Zufall, auch diese schier unmögliche Feinabstimmung für unser Universum ergeben, die organisches Leben möglich macht.
Was heißt das für uns? Dass Unfälle oder Fehlentscheidungen sehr schnell das ganze Gleichgewicht unseres Daseins in eine Welt katapultieren könnten, in dem menschliches Leben unmöglich ist? Oder dass die verschiedenen Wege, Entscheidungen, Erfindungen, also auch in der Kunst und der Kultur, insbesondere in der Musik einander brauchen, um ein großes menschliches Gleichgewicht herzustellen? Dass genau sie einander stützen, wie die Naturgesetze die Existenz eines Sonnensystems wie dem unseren?
Solche Gedankenspiele dienen mir als künstlerische Inspiration. Vielleicht kann ich sie an die Musiker:innen, Komponist:innen und Künstler:innen der diesjährigen Intersonanzen weitergeben. Es wird auch die geben, die solch Gedanken absurd finden. Ich bin gespannt auf die vielen verschiedene Ansätze oder Wege, auch zwischen Neuem und Altem. Auf die vielen neuen Werke, die Musikschaffende aus ihrem ganz persönlichen Erfahrungsweg heraus geschaffen haben, die in ihrer individuellen Mischung einzigartig sein werden. Wir sehen innerhalb von 4 Tagen einem komplexen, interessanten und spannenden Zusammenspiel von 16 Konzerten, Performances, Installationen mit über 80 Kompositionen und 22 Uraufführungen entgegen.
Mein herzlicher Dank gilt den finanziellen Förderern, allen voran dem Land Brandenburg und unserer Schirmherrin, Frau Ministerin Dr. Manja Schüle (MWFK), sowie der Landeshauptstadt Potsdam und ihrer Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Außerdem danke ich unseren langjährigen Kooperationspartnerinnen, der Stadt Eberswalde und der Stadt Cottbus.
Ebenso gilt mein herzlicher Dank unseren Kooperationspartner:innen: dem Waschhaus Potsdam, museum FLUXUS+, Palais Lichtenau, Landesmusikrat Brandenburg, der städtischen Musikschule Potsdam »Johann Sebastian Bach«, der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark und der Musikschule Strausberg. Nicht zuletzt danke ich meinen Kolleg:innen vom Brandenburgischen Verein Neue Musik, BVNM e.V., dem aktuellen Organisationsteam und den mitwirkenden Ensembles, Musiker:innen, Komponist:innen und Künstler:innen, die mit ihrem persönlichen Engagement das Festival ermöglichen und mit Inhalt füllen.
Henry Mex, künstlerischer Leiter

Thursday, 4 June 2026

Eröffnung – Breathshow – Hezarfen

Eröffnung mit Grußreden aus Politik und Kultur

Es sprechen:
Herr Rainer Walleser (Abteilungsleiter Kultur im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg)
Herr Wiegel ( Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam)
Frau Dr. Gruhn (Stellvertretende Landtagspräsidentin)
Frau Jana Buschmann (Präsidentin des Landesmusikrates Brandenburg)

THE BREATHSHOW - conducted by Maren Strack

Performance von Maren Strack
Künstlerische Leitung: Johan Lorbeer;
Tonregie, Komposition, Choreographie: Kerstin Lücker;
Bühnenbild: Peter Friedrich;
Video: Maren Strack, Osman Ozel; Lichtkonzept: Fabian Bleisch

, Performance
, Tonregie, Komposition, Choreographie
, Künstlerische Leitung
Maren Strack Foto: Uwe Arens
Hezarfen Ensemble Istanbul
Özcan Ulucan , Violine
Ulrich Mertin , Viola
Mehmet Gökhan Bağcı , Violoncello
Nermin Kaygusuz , Kemençe
Muhammed Muaz Ceyhan , Yaylı Tanbur
Katia Guedes , Gesang, Performance, Komposition
für Yaylı Tanbur, Ney, Kemençe, Violin, Viola und Violoncello (2016)
hovering over für Violine und Violoncello (2026) UA
für Kemençe and Viola (2018)
für Kemençe, Yaylı Tanbur, Violine, Viola und Violoncello (2026) UA
für Kemençe und Viola (2018)
für Kemençe, Yaylı Tanbur, Violine, Viola und Violoncello (2026) UA
für Sopran, Kemençe, Yaylı tanbur, Violine, Viola und Violoncello nach Texten von Nâzim Hikmet (2026) UA
Anonym für Kemençe, Yaylı tanbur, Violine, Viola und Violoncello
Hezarfen Ensemble Foto: Hasan Hüseyin Güneş

Klanginstallation – Duo Davila-Torkar

Imaginary Ecosystems ist eine interaktive Klanginstallation, die anhand einer generativen Klangökologie die Grenzen zwischen natürlichen und künstlichen Systemen untersucht. Sie entführt die Besucher in eine Klangwelt – ein sich entwickelndes Ökosystem aus „Klangorganismen“, deren Verhalten in Echtzeit aufeinander und auf die Anwesenheit von Menschen reagiert
Das Duo Davila-Torkar hat sich auf Anregung der diesjährigen intersonanzen gebildet und wir freuen uns auf ein vielversprechendes Programm zweier herausragender junger Künstlerinnen. Beide Musikerinnen sind vielfach ausgezeichnete Interpretinnen, im klassischen Musikleben verankert und wichtige Akteure im Bereich der Neuen Musik.
Die Texte ihres sehr besonderes Programm, das der Stimme Pia Davilas die Klänge des Akkordeons von Neza Torkar zugesellt, kreisen zum einen um Themen der Natur und Umwelt, um Identität und sozialer Verortung, aber es geht auch um Sprachspiel und Experiment.

Imaginary Ecosystems
Vasileios Paras
Duo Davila-Torkar
, Sopran
, Akkordeon
für Sopran und Akkordeon (2015/2026) UA
für Sopran und Akkordeon (2026) UA
für Akkordeon (2006/2023) UA
für Sopran (2019)
für Sopran und Akkordeon (2026) UA
für Sopran und Akkordeon (2026) UA
Pia_Davila_(c) Andrej Grilc
Torkar_Neza_Foto_Guido_Werner

Friday, 5 June 2026

Ensemble Aventure

Ensemble Aventure steht für das Abenteuer, für das Wagnis, das der Aufbruch in unbekannte Klang- und Vorstellungswelten bedeutet. Seit seiner Gründung 1986 widmet sich das Freiburger Ensemble der Kammermusik der Gegenwart auf höchstem musikalischem Niveau. Zugleich genießt die Arbeit in den Bereichen Education und Outreach in Form von Workshops mit Studierenden, Projekte mit Kindern und
Auftritten mit Laiengruppen einen hohen Stellenwert. Ein zentrales Anliegen ist es, marginalisierten Perspektiven eine Stimme zu geben – etwa durch den Einsatz für die Musik politisch verfolgter und verdrängter Komponist:innen sowie die Suche nach neuen
kompositorischen Stimmen. Mit zahlreichen Uraufführungen, internationalen Konzertauftritten, CDs sowie Projekten und Publikationen hat Ensemble Aventure das Musikschaffen der Gegenwart maßgeblich mitgeprägt.

Konzert Ensemble Aventure
Phoebe Bognar , Flöte
Andrea Nagy , Klarinette
Wolfgang Rüdiger , Fagott
Katharina Schmauder , Violine und Viola
Ellen Fallowfield , Violoncello
für Flöte, Klarinette, Fagott, Violine/Viola und Violoncello (2026) UA
für Bassklarinette und Violine (2024)
für Flöte, Violine, Fagott (2018)
für Solo bass flute shadowed by one low wind instrument and one string instrument (2013/2015)
für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello (2000)
für Fagott und Violoncello (2020)
für Viola, Violoncello, Fagott, Klarinette, Flöte (2026) UA
Aventure_©Elza Loginova

Duo Tocar

Das Duo Tocar widmet sich mit großer Leidenschaft der klassischen und zeitgenössischen Musik für Violine und Klavier. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die intensive Auseinandersetzung mit musikalischer Sprache – von den klanglichen Feinheiten der klassischen Tradition bis zu den ausdrucksstarken Formen der Gegenwart.
Ein besonderer Schwerpunkt des Duos liegt auf der Aufführung und Uraufführung neuer Werke. Durch die enge Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten entstehen lebendige Interpretationen, die das Publikum unmittelbar an der Entstehung neuer musikalischer Ausdrucksformen teilhaben lassen.
Mit Energie, Präzision und Neugier erkundet das Duo die vielfältigen Möglichkeiten des Zusammenspiels von Violine und Klavier. Ihr Ziel ist es, die emotionale Kraft und Ausdruckstiefe der Musik unmittelbar erlebbar zu machen und die Begeisterung für Musik – auch für zeitgenössische Klänge – an das Publikum weiterzugeben.
Duo Tocar versteht Musik als lebendigen Dialog: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Interpretinnen und Publikum, zwischen Tradition und neuen Ideen.

Konzert Duo Tocar
Susanne Zapf , Violine
Nadezda Tseluykina , Klavier
für Violine und Klavier (2026) UA
für Violine und Klavier (2026) UA
für Klavier (2001)
für Violine und Klavier (2026) UA
für Violine (2025)
für Violine und Klavier (2008)
Twin für Violine und Klavier (2020)

Jared Redmond-Klavier solo

Jared Redmond ist Pianist und Komponist, stammt aus der San Francisco Bay Area und lebt derzeit in Berlin. Sein Repertoire reicht von der Musik des 16. bis zum 21. Jahrhundert, und er ist als Solopianist, Komponist und Improvisator in Nordamerika, Europa und Ostasien aufgetreten. Als Komponist ist er insbesondere für seine Zusammenarbeit mit traditionellen koreanischen Musikerinnen und Musikern sowie Instrumenten bekannt.

Jared Redmond - Klavier solo
Doth für Klavier (1986) EA
für Klavier (1999)
Pièce pour für Klavier (1997)
4 in 4 Chaconne für Klavier (2024) UA
für Klavier (2023) UA
für Klavier (2023) UA
für Klavier (2026) UA
für Klavier (1986)
Jared_Redmond_Photo_Sung-Soo_Park

Saturday, 6 June 2026

Guten Morgen Eberswalde

Das Ensemble Aventure im Stadtmuseum Eberswalde. Programm wie Freitag im Palais Lichtenau.

Hanna Hartmann – Matthias Bauer – Duo F:LAUTO:E

Am Samstagnachmittag zwei Soli von Hanna Hartmann und Matthias Bauer und das Duo F:LAUTO:E

Octopus Dreaming

Hanna Hartmann: Octopus Dreaming
SOLO für verstärkte und bewegte Objekte.

, Performance
für amplified and moving objects
Hanna Hartman_Foto_OrangeEar038
Livre pour contrebasse 1-10

Matthias Bauer: 'Livre pour contrebasse 1-10'
Meine Solo-Musik auf dem Kontrabass hat sich improvisatorisch über 40 Jahre entwickelt. Sehr viel Material, sowohl musikalisch als auch spieltechnisch, hat sich angesammelt. Das 'LIVRE POUR CONTREBASSE' ist meine Sammlung von kürzeren Stücken für Kontrabass. Jede Komposition verwendet dabei eine spezielle Technik, welche auch musikalisch an eine spezifische Emotion oder Atmosphäre gekoppelt ist. Besonders die erweiterten Spieltechniken werden dabei berücksichtigt und der Akzent liegt auf dem ausgiebigen Gebrauch von Flageoletttönen, welche auf dem Kontrabass besonders klangvoll sind.

, Kontrabass
für Kontrabass
Matthias Bauer © Bernd Scholkemper
Duo F:LAUTO:E

Die Musik des Berliner Duos ist eine spannende Mischung aus zeitgenössischer Komposition, Drone und Ambient. Durch die Fusion der Flöte mit live gesteuerten Electronics und analogen Effektgeräten erschaffen sie einen sehr eigenen Sound, der sich ständig wandelt.

für Flöte und Loop-Station (2025)
für Flöte und Tonband (1991)
für Flöte und Zuspiel (2018)
für Flöte und Elektronik (2022)
für Flöte und Live-Elektronik (2024)
solar storm für Flöte unf Live-Elektronik (2026) UA
f:laut:e_Nora Blume

Ensemble Quillo

Das Ensemble Quillo steht seit der Gründung im Jahr 2004 für neue Klänge und kreative Experimente. In der Kernbesetzung umfasst es 12 MusikerInnen.
Das Ensemble Quillo bringt neue Musik an ungewöhnliche Orte und stets in unmittelbare Nähe zum Publikum. Dabei nutzt das Ensemble innovative, teils ungewöhnliche Formate, öffnet nicht nur die eigene Spielstätte, sondern tourt auch mit einer mobilen Bühne über Land, lädt zu musikalischen Wanderungen durch die uckermärkische Landschaft ein, zur Performance zeitgenössischer Musik auf dem Marktplatz oder zum Konzert im heimischen Wohnzimmer der Gäste. Künstlerisches Zuhause ist der Hof Quillo in Falkenhagen/Nordwestuckermark, der sich als Ort für Kunst und Kultur im ländlichen Raum etabliert hat.

Konzert Ensemble Quillo
Julia Yoo Soon Gröning , Violine
Luise Rau , Violoncello
Marick Vivion , Posaune
Felix Kroll , Akkordeon
für Violine, Violoncello, Posaune, Akkordeon (1998)
für Violine, Akkordeon, Violoncello (2011/2026) UA
für Violine, Violoncello, Posaune, Akkordeon (2026) UA
für Violine, Violoncello, Akkordeon (1991)
für Posaune, Akkordeon, Violine, Violoncello (2026) UA
für Violine, Violoncello, Posaune, Akkordeon (2026) UA
Quillo4_Foto_Tom Schweers

The Composer-Performer Lounge

Komponist und Ausführender in einer Person: Composer/Performer
Ein Abend zwischen szenischer Gestaltung, Improvisation und traditionell notierten Werken

Katia Guedes: Schleppnetz/arrastão Performance for Soprano and Tape (2026)

Katia Guedes: Schleppnetz/arrastão
Performance for Soprano and Tape
Inspiriert bin ich von einem Satz von Ailton Krenak, einem brasilianischen Indianer, Philosoph und Schriftsteller, der unsere moderne Zivilisation sehr kritisch betrachtet:
“Wenn der Mensch einen Berg erklettern möchte, kann er nicht seinen Kühlschrank, sein Fahrrad und sein Haus mitnehmen.” Er redet über alle Materialien, die wir in unserem Leben sammeln und mitschleppen. Dieser ganze Besitz kostet Geld und unsere Arbeitszeit, unsere Energie. Ich möchte durch dieses Stück eine Reflexion anbieten, mit der visuell gezeigt wird, was wir alles mit uns schleppen und dabei denken: ohne all das könnten wir nicht gut leben.
Das Wort “arrastão” bedeutet auf Portugiesisch sowohl das unsortierte Fischen, bei dem unnötig Fische als Beifang ohne Nutzen gefangen werden, als auch ein Betrug oder ein Diebstahl in Gruppen. In meiner Darstellung werden alle möglichen Objekte an ein Fischernetz gebunden, sie werden als Last gezeigt, dienen aber auch als Klangteppich.

für Sopran und Tape (2026)
KGuedes_Intersonanzen_Boyanova
Dietrich Petzold: Morpheus‘ Wake für Violine und Zuspiel (2026) UA
Morpheus Wake für Violine und Zuspiel (2026) UA
Foto: J Henry Fair
Alex Nowitz: Im Dickicht der unsichtbaren Drähte für Stimme und gestenkontrollierte Live-Elektronik (Strophonion) (2023)

Alex Nowitz
Im Dickicht der unsichtbaren Drähte (2023)
für Stimme und gestenkontrollierte Live-Elektronik (Strophonion)
Die Performancekomposition präsentiert die vielfältigen Möglichkeiten individuell erweiterter Stimmkunst. Mithilfe gestenkontrollierter Live-Elektronik, dem sog. Strophonion, und der Anwendung diverser Live-Sampling-Verfahren ist es dem Performer möglich, die eigene Stimme im Augenblick aufzunehmen sowie unmittelbar und, falls nötig, manipuliert wiederzugeben. Das Original begegnet quasi in Echtzeit seinem Klon. Das Ergebnis ist ein irrwitziges Geflecht aus Live-Stimme und ihrem Spiegelbild – ein abstraktes und dennoch humorvolles Vokalspektakel entsteht. Dabei werden nicht nur erweiterte Stimmtechniken und ihr computertechnisch bedingtes Manipulationspotenzial, sondern auch eine Spielpraxis offengelegt, die ein einzigartiges Bewegungsvokabular vom Performer erfordert. Die Anwendung diverser Sensoren ermöglicht die kontinuierliche Messung von Hand- und Armbewegungen, deren Daten unaufhörlich in klanglich-musikalische Parameter übersetzt werden. Diesen Prozess beeinflusst der Musiker mit seinen Bewegungen entsprechend und steuert so das elektronische Klanggeschehen. Die Personalunion von Stimmkünstler und Elektronikmusiker erschafft in diesem Fall eine neuartige Kategorie von Performancepraxis, die ich der Einfachheit halber ‚vokalen Klangtanz‘ nenne.

für Stimme und gestenkontrollierte Live-Elektronik (Strophonion) (2023)
AlexNowitz_Selbstportrait_mit Kappe_White_Backgrnd_©AlexNowitz-1
Gebhard Ullmann: für Bassklarinette allein (2021) – Gospel (2021) UA

Zwei Solostücke für Bassklarinette, miteinander verbunden durch Improvisationen

für Bassklarinette allein für Bassklarinette (2021) UA
Gospel für Bassklarinette (2021) UA
Gebhard Ullmann photo by Mathias Brauner
Sabine Vogel: CH’ÍICH für Keramikflöten, Zuspiel und fixed media (2023)

CH'ÍICH für Keramikflöten, Zuspiel und fixed media von Sabine Vogel (2023)

Im Januar 2023 verstarb mein Vater. Während seiner letzten Wochen spielte ich für ihn häufig auf einer Keramikflöte, die nach Vorbild alter Mayatempelflöten von Nash Tavewa vom Volk der Bene Walash gebaut wurde und las ihm aus seinem Mexikoreisetagebuch vor. Für ihn war es Erinnerung, für mich Vorbereitung auf eine zukünftige Reise, die ich kurz nach seinem Tod machte. Mit dem Tagebuch und der Flöte im Gepäck flog ich dann nach Yucatán.
Im Zentrum des Mayadorfes Yaxunah liegt die Cenote Lol-ha. Dort unten klingen die Alltagsgeräusche des Dorfes wie ein Echo aus einer anderen Welt. Die alten Maya glaubten, dass Cenotes mit der Unterwelt verbunden sind und dass das Eintauchen in eine Cenote Sterben und Wiedergeburt ist.
Ich spielte die Flöte in der Tempelanlage von Yaxunah und für die Menschen im Dorf. Dies und die Cenote ließen mich eintauchen, mich verabschieden, trauern und loslassen.
Das Wort Ch’íich war das erste Wort, das ich auf Maya lernte. Es bedeutet ‚Vogel‘. Ch’íich ist meinem Vater gewidmet.

für Keramikflöten, Zuspiel und fixed media (2023)
Ch'íich_1©FriederikeBechem

Sunday, 7 June 2026

Soundwalk – Hör-Expedition: Klänge der Stadt

Auf den Spuren sein heißt hier: Wir folgen den Klängen und Geräuschen, die in unserer Umgebung Objekte verschiedenster Herkunft erzeugen: ob technisch oder naturgebunden, ob ostinat oder unregelmäßig, ob agressiv oder sanft ....
In einer Mischung aus choreografiertem Spaziergang, sensibilisierender Hörübung und Umwelt-Klang-Konzert erfahren wir überraschend Neues über das auditive Gedächtnis, über verschiedenste Details des klanglich Fluiden, über das vermeintlich Selbstverständliche eines klingend-bewegten Ortes.
Spurensuche in uns provoziert die Fragen: Wie verändert sich unser Hören, wenn wir 90 Minuten schweigend – fokussiert oder panoramisch - lauschen? Welche Klänge fördern unser Wohlbefinden, welche stören? Wie verändert sich unser Verhältnis gegenüber Lärm oder Stille? Kann es sein, dass sich über diese Spuren unser ästhetisches Verständnis für die zeitgenösssiche Kunstmusik erweitern läßt?
Treffpunkt Hauptbahnhof Potsdam, Ausgang West
Teilnehmerzahl: Max. 12 Personen
Anmeldung: 0174-3387603
Ausrüstung: Leises Schuhwerk, nicht raschelnde Kleidung
Konzept/ Sound-Guide: Michael Schenk
Ein Kooperations-Projekt mit klangforum brandenburg e.V.

Konzert der Musikschulen

Wir freuen uns, Sie an diesem Sonntag zum Tag der Musikschulen begrüßen zu dürfen.
Bei den diesjährigen intersonanzen sind zum ersten Mal drei Musikschulen beteiligt:
Die Städtische Musikschule »J.S. Bach« Potsdam, die Musikschule Strausberg und die Kreismusikschule PotsdamMittelmark »Engelbert Humperdinck«.
Den Konzertvortrag eröffnet die Städtische Musikschule »J.S.Bach« Potsdam. Kinder und Jugendliche sowie erwachsene Laien spielen ein Programm, das Kammermusikstücke verschiedenster Couleur präsentiert mit Schwerpunkt auf dem Brandenburgischen Komponisten
Gisberth Näther, der 2023 verstorben ist.
Die Musikschule Strausberg mischt aktuellste Musik mit Klassikern der Moderne, so beleuchten Dmitri Kabalevsky, Béla Bartók und Bertold Hummel die Uraufführungen von Benjamin Lang, Albrecht Rau und Irina Emeliantseva.
Es folgt das Jugendsinfonieorchester der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark. Es präsentiert das für das Festival intersonanzen entstandene Werk »Aufräumen!« für Flöte und Orchester von Klaus Schöpp. Eingerahmt wird das Stück durch die Interpretation einer graphischen
Notation von Anestis Logothetis und einem weiteren Stück von Gisberth Näther, seinem sinfonischen Prolog »Der unendliche Traum«.
Den Tag der Musikschulen beschließt das »PM-Ensemble – Inklusive«, ein Ensemble der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark, das Schüler mit und ohne geistiger Beeinträchtigung zusammenbringt und das unter der Leitung von Matthias Peter gemeinsam erarbeitete Stück
»r.e.i.s.e.« zur Uraufführung bringt.
Wir danken Grit Angerhöfer, Irina Emeliantseva, Matthias Peter und allen Lehrern und Mitwirkenden, die diesen besonderen Nachmittag möglich gemacht haben.

Städtische Musikschule »J. S. Bach« Potsdam

Holzbläsertrio „Bonny“
Henny H., Querflöte (17, 10. UJ)
Henrike Kremer, Oboe (19, 5. UJ)
Benno Schulz-Coppi, Klarinette (17, 5. UJ)
Malcom Arnold (1921 - 2006) : Divertimento in C-Dur
1. Allegro energico
2. Languido
3. Andantino
4. Piacevole

Raphael Heinsius, Violoncello (13, 5. UJ)
Judith Mosch-Demuth, Klavier
Wolfgang Köhler (*1960): „Take Seven“ Concert Piece
für Violoncello und Klavier

Dante Lauckner, Gitarre (15, 7. UJ)
Bernhard Opitz (*1967): aus „Rummelplatz-Suite“
3. „Der Tanzbär“

Johannes Dinter, Quartfagott (9, 2. UJ)
Meret Reusser, Quartfagott (11, 2. UJ)
Elisa -Leevke Bohl, Fagott (10, 2. UJ)
Shirley Schramm (* 1965: „Armer Fagottist“

Ensemble Querklang
Gisbert Näther (1948 - 2021): „Launige Flöten“ für 5 Blockflöten
(arr. für gemischtes Ensemble von Shirley Schramm)
Allegro

Merle Albrecht, Blockflöte (14, 9. UJ)
Joschua Heidenreich, Querflöte (14, 5. UJ)
Matilda Belitz, Klavier (13, 6. UJ)
Karlheinz Stockhausen (1928 - 2007) aus „Der Tierkreis“: Nr. 1 „Wassermann“

Frieda Barthold, Klavier (14, 9. UJ)
Felix Dimas Hafner, Klavier (16, 9. UJ)
Jasmine Morris (*2001): Double Bind - Nr. 4
Fields of Lightning for four handed prepared piano
Quite slow
Helmut Schmidinger (*1969): Toccata für Klavier zu vier Händen (2000)
Allegro energico

Posaunenquartett
Johannes Beyer (15, 6. UJ), Karl Ladendorf (16,7. UJ)
Oke Monjé (16, 7. UJ) und Jannis Möller (17, 7. UJ)
Gisbert Näther (1948 - 2021): aus: Fünf Miniaturen für Posaunenquartett
Prelude
Marche
Danse

Musikschule Strausberg

Violinduo Elli und Selma Gruber
Béla Bartók (1881–1945): aus: „44 Duette für 2 Violinen“, Sz. 98 (1931)
Nr. 1: Necklied (Párosító / Teasing Song) – Andante
Nr. 2: Reigen (Kalamajkó / Maypole Dance) – Andante
Nr. 14: Polstertanz (Párnás tánc / Pillow Dance) – Allegretto
Nr. 36: Dudelsack (Bagpipes) – Allegro molto
Bertold Hummel (1925–2002): Tango für 2 Violinen (1989)

Greta Steinbrück, Klavier
Benjamin Lang (*1976):aus: „Drei leichte märchenhafte Stücke“: Plötzlich klopft es (2024) (UA)
Jens Rupp (*1964): Der Stern (2010)

Violinduo Elli und Selma Gruber
Albrecht Rau (*1964):
Kleine Suite für 2 Violinen. Für Elli und Selma Gruber (2026, UA)
I. StartEnde. Maestoso II. Im Waschhaus. Tranquillo III. Walzer col legno. Allegretto
IV. Tanz und Einstimmung. Moderato

Mara Hahn, Klavier
Dmitri Kabalevsky (1904-1987): aus: 24 pieces for children op.39 Nr. 20: Clowns (1947)
Béla Bartók: Mikrokosmos IV (1926-1939): Nr. 113: Bulgarian Rhythm

Sina Hahn
Béla Bartók: Mikrokosmos II: Nr. 48: In mixolydischer Tonart
Anikó Drabon (*1972): Wolkenbilder (2007)

Emil Krause, Akkordeon
Jürgen Ganzer (*1950): aus "17 instruktive Stücke:
Das geheimnisvolle Ding; Spinnweben; Tanz der Kobolde; Grashüpfer; Pustekuchen

Trio (Klavier 6-händig / Okarina / Cajon)
Mara Hahn, Sina Hahn, Miara Piotrowski
Harri Wessman (*1949): aus:“Four pieces for piano six hands“: Little Molly in Paris
Irina Emeliantseva (*1973): Vier kleine Klangabenteuer (2025, UA): Morgensonne, Maschinenmusik, Luftballontanz, Sternenhimmel

Sinfonietta Jugendsinfonieorchester der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark

Anestis Logothetis (1921-1994): Kulmination II (1962)

Klaus Schöpp (*1963): Aufräumen! (2026, UA)
für Flöte und Kammerorchester

Gisbert Näther:
„Der Unendliche Traum“ Sinfonischer Prolog op. 61 (1995)

Flöte solo: Sara-Christine Jünemann
Dirigent: Klaus Schöpp

PM-Ensemble – Inklusive

Seit einiger Zeit gibt es in der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark eine Gruppe Menschen im jugendlichen Alter mit geistiger Beeinträchtigung. Ursprünglich auf Perkussion ausgelegt wurde die Arbeit auf elektronische Instrumente und auch Stimme erweitert und es kamen noch weitere Schlagzeugschüler des PM-Ensembles unterstützend dazu.
Die hier agierende Besetzung präsentiert ein Stück aus Rhythmus und Klanglandschaften welches immer wieder neu auf der Bühne und in Sessions entsteht. Improvisation spielt dabei eine große Rolle. Das Instrumentarium kann immer wieder variabel zusammengestellt werden, mal ausschließlich mit akustischen Instrumenten, mal als Mix mit Electronics. Einzig die Stimme wird live elektronisch verarbeitet, um damit eine eigene und tragende Klanglandschaft zu schaffen.
Daniel-Jannik Beesk – percussion
Mattis Morteani – dr
Markus Olbing – dr, percussion
Jannis Schneider – electronic percussion-pad
Paulina Schulz – percussion
Juliane Siebecke – voc
mit
Theo Guillarmain – support, percussion, electronics
Jan-Philip Mesterom – support, percussion, electronics
Matthias Peter – Komposition, Leitung, electronics, percussion

Rhythm Experience Inspires Sound Experience - R.E.I.S.E. – (2026, UA)
...genau das ist es. Nicht vorhersehbar und immer anders.

Abschlusskonzert Ensemble UnitedBerlin

Ensemble unitedberlin, Bläserquintett plus Klavier
Einfallsreich, mutig voranstrebend und immer am Puls der Zeit: Das ensemble unitedberlin ist eine unverzichtbare Größe der internationalen Szene für Neue Musik. Seit 1989 bringt es zeitgenössische Werke zu Gehör, überschreitet faktisch und im übertragenen Sinne Grenzen, stellt sich schwierigen gesellschaftlichen Themen, mahnt politische Missstände an und erinnert an einschneidende geschichtliche Ereignisse.
Solisten des Ensembles spielen in der klassischen Formation des Holzbläserquintetts plus Klavier. In der Interpretation aktueller Kompositionen definiert sich dessen Klang neu und präsentiert sich in überraschender Farbigkeit .

Martin Glück , Flöte
Dorothea Delbrück , Oboe
Erich Wagner , Klarinette
Stefan Siebert , Fagott
Renata Bruggaier , Horn
Yoriko Ikeya , Klavier
(2025) UA
für Klarinette und Klavier (2017)
für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier (2026) UA
Fünf Studien zu Bildern von Paul Klee für Bläserquintett für Bläserquintett (2015/2022)
für Flöte und Klavier (2002)
für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier (1991)
UnitedBerlin_Bläserquintett_Foto Bräutigam

Saturday, 13 June 2026

Brückenkonzert Hof Quillo

Konzert mit dem Ensemble Quillo
Programm wie 6. Juni

Tuesday, 17 November 2026

Abschlusskonzert des Cottbusser Musikherbstes

Konzert mit sorbischen Komponist:Innen