Luftveränderungen-Sieben Stücke für Bläserquintett
Andreas F. Staffel
Über Luftveränderungen-Sieben Stücke für Bläserquintett
Die Komposition entstand im Herbst/Winter 2025 und schließt an mein Orchesterstück Aÿlos an, in dem ich mich ebenfalls intensiv mit den unterschiedlichen „Färbungen der Luft“ auseinandergesetzt habe. Die einzelnen Stücke stellen dieses Phänomen auf sehr unterschiedliche Weise dar. Im ersten Stück „Opak“ wird der Klang auf vielfältige Weise „eingetrübt“. „Instantan“ behandelt sehr spontane heftige Ausbrüche und Klangeruptionen. Nr.3 Transition ist eine Hommage an die ehrwürdige Form der Klassik, ein Choralsatz in Es-Dur mit leichten mikrotonalen Veränderungen. Colores Nihili behandelt die verschiedenen Stufen der Modulation eines Einzeltones, von Luft, zu äolischem Klang (mit Luftgeräusch) über den „Ordinario“ Ton bis zum Flageolet. Von besonderem Interesse sind hierbei die „Grautöne“ zwischen den einzelnen Klangveränderungen. In Ex oriente Lux verwende ich einen Modus der arabischen Tonleiter, den Maquam Hicaz. Perturbatio ist ähnlich wie Instantan eine Studie über spontane Musikerreaktionen und Gefühlsausbrüche. Der Mittelsteil ist in fünf verschiedenen Stimmungen gesetzt, und parodiert das „aneinander vorbei reden“ einer Diskussionsrunde. Das letzte Stück „ Transluzid“ ist eine Studie über das Spektrum und die Resonanz von As, (der romantischsten aller Tonarten) Das Stück klingt aus in vollkommener Ruhe, mit nur wenigen hauchzarten Veränderungen. Die Titel der einzelnen Sätze sind angeregt durch die Lektüre von John Paul Sartres Hauptwerk: Das Sein und das Nichts“ (1943)
Berlin, 28.12. 2025
