aus 44 Duette für 2 Violinen, Sz. 98
Nr. 1: Necklied, Nr. 2: Reigen, Nr. 14: Polstertanz, Nr. 36: Dudelsack
Die 44 Duos für zwei Violinen sind eine Reihe von Duetten für zwei Violinen des ungarischen Komponisten Béla Bartók. Sie wurden 1931 komponiert und erschienen 1933 bei der Universal Edition.
Die Stücke waren ursprünglich nicht für konzertante Aufführungen gedacht, sondern als Spielmaterial für junge Geigenschüler. Die Arbeit wurde von Erich Dorflein angeregt, der Bartók um die Erlaubnis gefragt hatte, ob er einige Stücke aus seiner Klavierreihe “Für Kinder” (Gyermekeknek / For Children) für sein Geigen-Schulwerk arrangieren könne. Bartók komponierte in dieser Zeit auch andere pädagogische Werke, wie den Mikrokosmos (6 Bände, 153 Stücke). Dieser Intention pädagogischer Arbeiten kam zugute, dass Bartók selbst Lehrer war und auch Werke für seine eigenen Schüler zum Spielen schrieb. Nichtsdestotrotz basieren alle Lieder und Tänze in dieser Reihe auf Volksmusik aus vielen osteuropäischen Ländern. Harmonische und rhythmische Freiheiten sind allerdings im gesamten Werk offensichtlich. Der Komponist verwendet ungarische, rumänische, serbische, slowakische, ruthenische und arabische Folklore. Dissonante Harmonien durchziehen das ganze Werk, aber erst im elften Stück wird die Polytonalität eingeführt. Die 44 Duos sind besonders bekannt für ihre Rhythmen, Dissonanzen, ihre Kanons und Umkehrungen und eine große kompositorische Vielfalt unter Verwendung des gesamten Spektrums der Violine.
Heute sind die 44 Duos ein fester Bestandteil der internationalen Konzertliteratur. Sie wurden vielfach eingespielt.
